|
Die Schorfheide
Entstehung Die Landschaft wurde durch die letzte Eiszeit geschaffen und ist geprägt durch den stetigen Wechsel zwischen unterschiedlich ausgeformten Waldgebieten, weitläufigen Offenlandschaften (Heide) und den vielen kleinen und großen Seen (Werbellinsee, Grimnitzsee). Der Name Schorfheide entstand im Mittelalter aus Schorp Weide, als die Bauern ihre Schafe in den (damaligen) Eichenwald (Hutewald) trieben, um sie mit den nahrhaften Eicheln zu mästen. Später wurde ein Großteil der Eichen für die Produktion von Geschützlafetten abgeholzt, aber der Wald wurde immer wieder aufgeforstet. Reste von Hutewald sind aber auch heute noch in der Schorfheide zu finden. Der Begriff Schorfheide ist allerdings nur ein Sammelbegriff für ein größeres Waldgebiet. Im Einzelnen gliedert sich der Wald in kleinere Abschnitte wie die Innere Schorfheide, Eichheide und Üderheide. In der Zeit des Nationalsozialismus unterhielt Reichsjägermeister Hermann Göring in der Schorfheide seinen gewaltigen Waldhof „Carinhall“. In der DDR waren weite Teile des Waldgebietes abgesperrt und dienten der SED-Führung als großräumiges Staatsjagdgebiet mit diversen „Freizeitobjekten“. Naturschutz Die Schorfheide ist heute Teil des Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, das einen wesentlich größeren Teil der Landschaft zwischen Barnim und Uckermark mit einschließt. Zum Biosphärenreservat gehören mehrere Totalreservate, in denen das Betreten komplett verboten ist. Die Totalreservate sollen einer ursprünglichen „wilden“ Entwicklung der Landschaft dienen. Die Waldfläche beträgt etwa 64.580 Hektar. Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin wurde 1990 noch als Teil des Nationalparkprogramms der Regierung Lothar de Maizière gegründet. Orte Als „Tor zur Schorfheide“ wird die Ortschaft Groß Schönebeck bezeichnet, die heute zur Gemeinde Schorfheide gehört. Weitere größere Orte am Rand der Schorfheide sind Joachimsthal, Templin und Zehdenick. |